Simon Stiebjahn Sharing is Caring.

Marathon World Series Ornans

Oktober 24, 2017

Am Freitag den 29.09. hieß es zum letzten Mal in dieser Saison Koffer packen, denn es ging für die letzten drei Rennen nach Frankreich. Dort stand am Sonntag das nächste Rennen der Marathon World Series an. Ornans im Département Doubs war Schauplatz des 86 Kilometer langen Rennens. Eine Strecke die durch viele Trails technisch sehr anspruchsvoll ist. Teilweise geht es über glitschige Steinpassagen, dan Waldboden mit vielen Wurzeln und immer wieder giftige Anstiege über holpernde Wiesen. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass die Rennzeit am Ende über 4:15 Stunden lag.

Nachdem wir freitags in Ornans angkommen waren ging es direkt noch auf die Strecke um eine Passagen anzuschauen. Der Samstag gestaltete sich eher entspannt und wir bewegten nur etwas unsere Beine um kräfte für Sonntag zu sparen.

Um 9:00 Uhr viel dann der Startschuss und das Fahrerfeld machte sich auf den Weg. Auf der ersten Schleife welche nach 15 Kilometern wieder bei Start/ Zile vorbeiführte entstand eine 8 köpfige Spitzengruppe. Mit dabei erfreulicherweise 4 Bulls Fahrer. Neben Niklas Schehl, Martin Frey, Tim Böhme und meiner Wenigkeit waren ebenso noch Moritz Milatz, Markus Bauer, Martin Fanger und Marc Stutzmann darin vertreten. Ständig gab es Positionskämpfe um gut platziert in die nächste Abfahrt gehen zu können. Martin Frey war an diesem Tag in den Downhill Passagen eine Klasse für sich und nahm uns immer wieder Sekunden ab, die wir, die Verfolger am Berg wieder zufahren mussten.

Die Vorentscheidung

Die Rennentscheidende Situation entstand dann nach knapp der Hälfte als Martin bergab wiederum eine Lücke riss, Moritz Milatz erlitt einen Defekt und so waren es Markus Bauer, Martin Fanger und ich die veruschten die Lücke zu Martin wieder zu schließen. Ich war in der glücklichen Lage, da Martin vorne war, keine Nachführarbeit leisten zu müssen. Der längste Anstieg mit gut 500 Höhenmetern wurde also mit vollgas gefahren. Unter dem Tempodiktat von Fanger musste erst Markus Bauer dem hohen Tempo tribut zollen und kurze Zeit später konnte auch ich nicht mehr folgen. Fanger zog dann auch an meinem Teamkollegen Martin vorbei und war von nun an alleine an der Spitze des Rennens. Dahinter bildete ich mit Martin ein Duo. Wir harmonierten gut und machten uns gemeinsam auf die letzten 30 Kilometer. Merkbar schwanden aber bei Martin und mir die Kräfte. Der Abstand nach vorne wurde größer und größer. Dennoch lagen wir nach wie vor auf Position 2 und 3.

Böhme schliest auf und zieht vorbei

15 Kilometer vor dem Ziel kam Tim Böhme von hinten und schloss zu uns auf. Aber er hielt sich nicht lange bei uns auf und zog direkt weiter. Durch den Matsch war die Schaltung so zugesetzt, dass es nicht möglich war vorne zwischen dem großen und kleine Kettenblatt die Gänge zu wechseln. Auch wenn ich mir dies gewünscht hätte bei den steilen Rampen und einsetzenden Krämpfen. Etwa 10 Kilometer vor Schluss konnte ich mich dann von Martin an einem der letzten Anstiege lösen. Die Lücke war nicht sehr groß und Hans Becking der davor nie zu sehen war kam ebenfalls nochmal stark auf, sodass ich in der letzten Abfahrt nochmal Risiko eingehen musste um die beiden auf Abstand zu halten. Es gelang mir und so konnte ich nach 4:20 Stunden ein weiteres Podest in dieser Saison verbuchen.

Für mich persönlich war es ein schwieriges Rennen bei dem ich zu Beginn Probleme mit meinem linken bein hatte, welches gefühlt komplett zu war. Ebenso musste ich mich an die rutschigen Bedingungen auf diesem Untergrund gewöhnen, Zur Rennmitte war es dann ein Kampf gegen die Kilometer, welche nicht weniger werden wollten und am Ende war es die Mischung aus Krämfen und wenig Energie.

Teamergebnis kann sich sehen lassen

Das erfreuliche jedoch aus Teamsicht war, dass Tim einen super 2. Platz einfuhr und mit mir zwei Bulls Fahrer auf dem Podest standen. Hinzu kam ein großartiger 5. Platz durch Martin und ein ebenfalls sehr starker Platz durch Simon Schneller vom Bike Junior Team powered by Bulls. Niklas Schehl war ebfalls stark unterwegs und bewegte sich in den Top 10 bis zu einem Defekt.

Jetzt geht es heute weiter südlich mit dem Auto nach Frejus wo am Freitag bereits das nächste Marathon World Series Rennen beim Roc d’Azur auf dem Programm steht. Am Sonntag dann das letzte Rennen  ebenfalls in Frejus.

Also bis bald,

Euer Stiebi

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